Texte, Interviews und Presse

Ausschnitt aus Pressetexten zu verschiedenen Ausstellungen des Künstlers und zu seiner Person selbst

 

 

 

…...Die künstlerischen Arbeiten von Ha. gner (Heiko Wagner) bewegen sich auf der Schwelle zwischen Alptraum und Augenreiz. Sie schockieren und faszinieren im gleichen Atemzug. Das Abstoßende und Anziehende, der dunkle Zauber des Unschönen und das lichte Spiel des Ästhetischen halten einander auf seltsamer Art und Weise die Waage. Das Zusammenspiel von graziler Grafik und grober, schroffer Malerei .ziehen den Rezipient magisch an. …...

 

 

…...Diese künstlerischen Arbeiten geben einen Einblick in die schöpferische Kreativität des Künstlers. Das weite Spektrum seines Schaffens reicht von naturalistischen Motiven bis hin zu experimentellen Abstrakten Kunstwerken. Inspiriert von der Natur und den menschlichen Emotionen hat sich der Autodidakt Heiko Wagner die Techniken der Fotografie, Malerei und Grafik schrittweise von Kohle und Acryl bis hin zur digitalen künstlerischen Fotografie selbst erarbeitet und wendet dieses Können erfolgreich als selbstständiger freischaffender Künstler an.
Konsum, soziale Armut, Gewalt, Unfreiheit, gesellschaftliche Zwänge, politische Willkür sind nur eine kleine Menge seiner Themen die er in seinen Werken verarbeitet. Er ist sehr wach für die Themen und Problematiken unserer Welt, setzt sich mit menschlichen Schwächen und Gefühlen auseinander.

Der Titel der Ausstellung „ - Ich Du Alle-“ lässt so wie auch die meisten seiner Werke sehr viel Spielraum zur Interpretation!

Doch eines ist in seinem Schaffen unumstreitbar eindeutig! …....

 

 

 

…... Sind Ha. gners Arbeiten hässlich? Oder sind sie rein bildnerische Aussagen von hohem ästhetischen Reiz, in denen gleichsam eine Schönheit mit umgekehrtem Vorzeichen wirksam wird?....

….. Will Ha. gners mit seinen Bildern die Welt verändern? Oder will er nur eine ästhetisch begründete alternative Existenz manifestieren? …......

All diese Fragen lassen sich aber nicht im Voraus beantworten. Zunächst muss man die Werke selbst sprechen lassen. Aber auch dann bleibt die Antwort zweifelhaft......

 

Ein Grund für die vielen offenen Fragen ist der Aspekt dass ganz einfach die meisten seiner Werke jede - bourgeoise Befriedigung des Gemüts durch Kunst – unmöglich machen.

Will man Wagner in eine der vielen Strömungen der Kunst der Gegenwart einordnen, dann wird es mühsam sein ein passendes Genre zu finden, wenn man nicht selbst eines erfindet. Doch genau dies beabsichtigt der Künstler, denn er lehnt strickt das „Schubladendenken“ der heutigen Gesellschaft ab.......

 

 

Die Besessenheit vom menschlichen Dasein ist geblieben....

 

Ob es nun die figurative Darstellung oder die Verarbeitung menschlicher Handlungen, Emotionen oder Schwächen ist, sie bilden das Zentrum seiner Arbeit. Im besonderen Maße widmet er sich jedoch den negativen Seiten. Die Verarbeitung humaner Abgründe, Schwächen, Hilfsbedürftigkeit, Weichheit, Blöße, Unvollkommenheit, Einflusslosigkeit, Willensschwäche, Fehler, Unvollständigkeit , Verführbarkeit und Willenlosigkeit spielen in seinen Werken eine maßgebliche Rolle.

Deformationen und Verfremdungen dienen ihm dabei als bildnerisches Mittel zur Steigerung des Ausdrucks. Ein zerbrechlich wirkender Körper oder ein …... , sind nur ein minimaler Teil seiner motivischen Auswahl. Dabei betrachtet er nicht nur die Menschheit im Allgemeinen oder die „Anderen“, sondern er selbst steht auch im Focus seiner Verarbeitung.

 

Inspiriert durch die Motive, denen eine tiefere Intention innewohnt; jene Motive, die sozusagen eine gewisse Eigendynamik und Individualität mit sich bringen und nicht gleich auf den ersten Blick alles von ihrer wirklichen Ästhetik preisgeben, erschafft Wagner eigene Bilder, von enormer Kraft und Wirklichkeit – alternativer Realität. Wagner achtet auch stark auf die Authentizität des wiedergegeben Motives, sowohl in der Grafik, der Malerei, der Plastik als auch in der Fotografie. Der Rezipient soll gezwungen werden mehrmals hinzuschauen, sich mit dem Motiv auseinander zusetzen um die gesamte komplexe Intention in Erfahrung zu bringen.

 

 

Jeder hat seine eigenen Empfindungen ... Schockieren, Angst, Verwirrung, Angewidertheit, ... Doch jeder Rezipient findet einen, seinen eigenen, Zugang zu den Werken. Der Schock den sie zuweilen auslösen, liegt weniger im Ästhetischen begründet als vielmehr in den Assoziationen die seine Bilder beim Betrachter hervorrufen.

Man kann diese Bilder auch nicht “so abtun”, muss noch einmal - zweimal - länger hinsehen.

 

 

 

Hoffen wir , dass Heiko weiter den Mut hat, sich auf seine Weise zu äußern

und auf seine Weise das Leben dann doch wieder leicht zu nehmen, ohne

Rücksicht auf Konventionen und gesellschaftliche Normbilder, die üblichen

Regeln einfach übergeht, dass er sich weiterhin für Kunstprojekte und Aktionen

engagiert und dass sein Weg, den er offensichtlich schon lange gefunden hat

- nämlich einfach Künstler zu sein - nie zur Betonstraße wird, sondern lebendig und uneben bleibt.

Wünschen wir ihm weiterhin “unbequeme” Kunstwerke und viel Publikum und Aufmerksamkeit

für seine Arbeit und natürliche weitere erfolgreiche Ausstellungen.

Wie sagte mir Ha.gner in einem Gespräch vor der Ausstellung:

Den Rest sagen die Werke”“

 

 

Ein Text (Auszug aus der Eröffnungsrede) von Monika Gross

Diplom Designerin

Marketing Direktorin Volks- Raiffeisenbank

 

 

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